DTM und Anwender präsentieren neue SLS®Rapid Prototyping Entwicklungen auf der EuroMold in Frankfurt
DTM stellt den neuen Werkstoff LaserForm ST(tm)-100 sowie einen neuen Infiltrationsofen vor und zeigt Weiterentwicklungen in der Maschinentechnik.
Hilden, Deutschland und Birmingham, UK: Die DTM GmbH mit Sitz in Hilden und drei Kunden werden auf der diesjährigen EuroMold, die vom 29.11. - 2.12.2000 auf dem Frankfurter Messegelände stattfindet, in Halle 8, Stand-Nr. G 92 zu finden sein. Dort werden die neuesten Entwicklungen im Bereich "SLS®Selektives Laser Sintern" als auch die neue Werkstoffentwicklung LaserForm ST-100 demonstriert. DTM beteiligt sich bereits zum 5. Mal an der EuroMold, Weltmesse für Werkzeug- und Formenbau, Design und Produktentwicklung.
Folgende Kunden werden als Mitaussteller die verschiedensten Einsatzmöglichkeiten der Sintertechnik während der Messe vorführen: apppex GmbH, Augsburg, RPM GmbH, Helmstedt und SOCEM ed, Portugal.
Die Firma apppex wird Rapid Tooling Lösungen für den Druck- und Spritzguß anbieten; RPM GmbH, ein Dienstleister mit Sitz in Helmstedt wird Funktionsprototypen aus Kunststoff und Metall vorstellen; und SOCEM ed aus Martinganca, Portugal wird innovative Lösungen für den Werkzeugbau, insbesondere im Bereich des Kunststoff-Spritzgußes zeigen.
Das neue Metall-Werkstoffsystem "LaserForm(tm) ST-100"
Anläßlich der EuroMold stellt DTM erstmals seine neue Werkstoffentwicklung, den Metallwerkstoff "LaserForm ST-100" vor.
Bei LaserForm ST-100 handelt es sich um einen Metallwerkstoff der neuen Generation, auf Basis von Chrom-Nickel-Stahl infiltriert mit Bronze. Das Werkstoffsystem ist speziell für den Einsatz in dem von DTM entwickel-ten SLS®Selektiven Laser Sinterverfahren und den Sinterstation Systemen entwickelt worden. Es bietet Anwendern neueste Lösungen für die schnelle Herstellung von Prototypenformen und Werkzeugen, metalli-schen Funktionsprototypen als auch Metallbauteilen in Kleinserien.
Der besondere Vorteil dieses Werkstoffes liegt in der exzellenten Oberflächenqualität bedingt durch die geringere Partikelgröße. LaserForm ST-100 bietet ebenso vereinfachte Handhabung als auch eine verkürzte Durchlaufzeit. Der Werkstoff benötigt nur noch einen sekundären Ofenzyklus (statt den bisher üblichen 2 Ofenzyklen). Die Scangeschwindigkeit in der Sinterstation kann für schnellere Verarbeitung ebenfalls erhöht werden.
Zur Zeit befindet sich das neue Pulver in der ß-Testphase bei unseren Anwendern apppex GmbH, Resin Model, Italien und Landrover, (UK).
Projekte, die während des Testprogramms abgewickelt werden, sollen exklusiv mit detaillierten Ergebnissen auf der EuroMold ausgestellt werden.
Erste Kommentare der Beta Tester
Auf der EuroMold wird Resin Model, Italien, Projekte zum Kunststoffspritzguß in LaserForm ST-100 Einsätzen zeigen. Herr Favero, Eigentümer von Resin Model sagte hierzu: "Wir haben RapidSteel bereits seit langer Zeit im Einsatz und sind jetzt sehr beeindruckt von den verbesserten Eigenschaften des neuen Werkstoffes LaserForm ST-100, insbesonders von dem neuen Ofenprozeß, der lediglich Inertatmosphäre als Prozeßgas benötigt. Im Bereich Rapid Tooling hat uns das neue Material einen großen Schritt vorwärts gebracht. In Zukunft werden wir noch konkurrenzfähiger sein und unseren Kunden noch besseren Service in der Werkzeugerstellung bieten können. Die Neuentwicklung kam genau zum richtigen Zeitpunkt."
Die Firma apppex GmbH, Augsburg, hingegen beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Druckgußanwendun-gen von Laserform ST-100 Werkzeugen. Frank Breitinger, Geschäftsführer der apppex GmbH, meinte dazu: "Als langjähriger Anwender des Metall-Lasersinterns freuen wir uns über die Möglichkeit, das Materialsystem LaserForm ST-100 im Beta-Test einzusetzen. Erste Test-Bauteile sind insbesonders durch eine bessere Oberfläche und Kantenausbildung aufgefallen. Langfristig erwarten wir Vorteile durch die Reduktion von einzelnen Prozeßschritten gegenüber der konventionellen Vorgehensweise und damit die Umsetzung von kurzen Lieferzeiten."
Die Firma Landrover, UK, testet die Einsetzbarkeit von LaserForm ST-100 für die direkte Herstellung metallischer Bauteile. Trevor Illston, Projektingenieur bei Landrover sagt: "LaserForm ST-100 stellt eine signifikante Verbesserung auf dem Gebiet des Metall Lasersinterns im Vergleich zum herkömmlichen Verfahren dar, ganz besonders in Bezug auf Produktivität, besserer Verarbeitung als auch Oberflächenqualität."
Neuvorstellung Infiltrationsofen
Anläßlich der EuroMold präsentiert DTM einen neuen Infiltrationsofen, um die Nachbehandlung der gesinterten Bauteile zu verbessern. Die Verbesserungen im Ofenbereich zeichnen sich im wesentlichen durch reduzierte Investitionskosten und Betriebskosten aus, da der neue Ofenprozeß lediglich Inertatmosphäre als Prozeßgas benötigt. Auf den Einsatz von reduzierendem Wasserstoff kann verzichtet werden.
Die ß-Testphase für das neue Ofendesign findet ab Oktober statt. Ergebnisse werden zur EuroMold erwartet. Die kommerzielle Verfügbarkeit des Ofens ist für Dezember 2000 vorgesehen.
Erhöhte Produktivität der Sinterstation
Weiter zeigt DTM auf der EuroMold Verbesserungen für die Sinterstation 2500plus Anlage. Dazu gehört unter anderem eine Erhöhung der Baugeschwindigkeit um bis zu 25 % beim Einsatz von DuraForm, DTM’s meistverkauftem Werkstoff. DuraForm wird in erster Linie für die Erstellung von Funktionsprototypen verwendet. Die Produktivitätsverbesserung in der Sinterstation wurde durch Optimierung der Nebenzeiten für die Pulverausbringung erreicht. Die Prozeßverbesserungen werden im ersten Quartal 2001 verfügbar sein.
Leistungsfähigere Technologie und Software Ausstattung
Gleichzeitig stellt DTM anläßlich der Messe die neue Sinterstation Anwendungssoftware vor. Die Version 2.1, bei einigen Kunden, u.a. DaimlerChrysler in Sindelfingen, bereits im Beta-Test, bietet dem Anwender mehr Flexibilität und ein verbessertes Handling, ganz besonders dann, wenn es um die Teileplazierung geht. DTM vertreibt ab sofort die Version 2.1 per CD kostenlos an alle Sinterstation Anwender mit gültigem Garantie- bzw. Wartungsvertrag.
Teil der neuen Software ist eine verbesserte Teileplazierung inkl. automatischer Kollisionskontrolle. Dieses neues Feature der Version 2.1 ermöglicht dem Anwender, jetzt die Bauteileplazierung direkt am Arbeitsplatzt-PC und danach den Export der Dateien zum Sinterstation Rechner vorzunehmen.
Der Anwender erhält eine Warnmeldung, falls die Gefahr besteht, daß beim Bau mehrerer Teile sich diese eventuell berühren oder auch aus dem Bauraum herausragen könnten. Die Verringerung solcher Teilekollisionen trägt zur besseren Teilequalität und Vollständigkeit bei.
Ein weiteres wichtiges Merkmal ist die Möglichkeit, eine exakte Vorkalkulation von Gesamtbauzeiten als auch die Berechnung anteiliger Bauzeiten für einzelne Bauteile eines Bauprozesses vorzunehmen. Dies ist ein wichtiges Hilfsmittel, insbesonders, wenn es um eine sehr komplexe Angebotsabgabe geht. Die Version 2.1 bietet noch mehr Möglichkeiten, Teilegrößen, Skalierung und Positionen genauestens festzulegen und zu kontrollieren.
"Die neue Software Version 2.1 beinhaltet viele Wünsche und Vorschläge unserer Kernanwender", so Kathy King, Software Test Manager bei DTM. "Dadurch, daß wir Anwenderwünschen gegenüber so aufgeschlossen sind, können wir unsere Software nicht nur praktikabel, sondern auch besonders effektiv und anwendungs-freundlich gestalten. Wir werden auch in Zukunft sehr genau Vorschläge und Anregungen unserer Anwender berücksichtigen und in neue Software Versionen implementieren."
Detaillierte Software-Vorführungen finden live auf dem DTM Messestand statt.
DTM und das SLS® Verfahren
DTM ist Hersteller von High-End Rapid Prototyping Systemen, die nach dem Prinzip des patentierten Selektiven Laser-Sinter Prozeßes arbeiten. Beim Selektiven Laser-Sintern werden ausgehend von 3D-CAD-Daten pulverförmige Werkstoffe mittels Laserstrahlung schichtweise zu dreidimensionalen Objekten ver-schmolzen. Vorteil des SLS Verfahrens ist die große Vielfalt verarbeitbarer Werkstoffe, die die Abdeckung einer Vielzahl von Anwendungen ermöglicht. DTM hat die exklusive, weltweite Lizenz für die Selektive Laser Sinter Technologie. In den USA werden die Produkte direkt durch die DTM Corp. verkauft und gewartet. Für den europäischen Markt übernimmt die DTM GmbH, eine Tochtergesellschaft der DTM Corp. in Hilden den Verkauf, die Wartung sowie die weitere Anwenderbetreuung. Weltweit erfolgt der Vertrieb und die Wartung durch internationale Repräsentanten.
Fotomaterial:


Spritzguß-Werkzeuge aus LaserForm ST-100 hergestellt von Resin Model.
25.000 Teile aus PA 6.6 GF 30 können aus diesen Formen gegossen werden.

Der neue "Build Time Estimator" erstellt vorab eine Kalkulation für die Gesamtbauzeit.
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