Solid Object Printer ThermoJet von 3D Systems "druckt" Modelle aus CAD-Daten direkt im Büro
Darmstadt, 18. März 1999 - 3D Systems Corp. hat heute ein neues Gerät vorgestellt, das die Kommunikation im Konstruktionsbüro von Grund auf verändern kann. Der Solid Object Printer ThermoJet erzeugt aus Computerdaten dreidimensionale Modelle und präsentiert Ideen und Konzeptstudien in "greifbarer" Form.
Der ThermoJet ist ein professionelles Arbeitsmittel für moderne Konstruktionsbüros. Wenn sich die Technik so weiterentwickelt, wie sie es bei den Laser- und Tintenstrahldruckern getan hat, werden zukünftige Versionen des ThermoJet deutlich kleiner und preiswerter ausfallen, so daß sie auch als Arbeitsplatzdrucker und schließlich für den Privatgebrauch interessant werden.
"Heute ist es ganz selbstverständlich, Mitteilungen oder Graphiken am PC zu entwerfen und sie dann auf einem Laser- oder Tintenstrahldrucker auszudrucken", erläutert Dr. Richard Balanson, Präsident und Chief Operating Officer von 3D Systems. "Vielleicht können wir in Zukunft genauso unkompliziert zum Beispiel einen Satz Schachfiguren, ein Spielzeug oder ein technisches Teil entwerfen und einfach ,ausdrucken', oder uns eine Datei aus dem Internet holen, um uns ein Ersatzteil für ein zerbrochenes Haushaltsgerät zu ,drucken'. Im Prinzip wären wir damit bei einer Art ,persönlicher Produktionsanlage' angelangt."
Der ThermoJet basiert auf der Idee und Technologie des Solid Imaging, das vor etwa 13 Jahren von 3D Systems erfunden wurde. Solid Imaging wird inzwischen weltweit in Produktdesign und Konstruktion eingesetzt. Der ThermoJet, der in den USA etwa 49.995 Dollar kostet, hat allerdings ein anderes Einsatzprofil: Er produziert Modelle schnell und preiswert direkt in einer normalen Büro-Umgebung.
Im vergangenen Monat konnte 3D Systems die SLA 7000 vorstellen, eine Stereolithographie-Anlage für den industriellen Einsatz, die nicht nur Teile von annähernd Großserienqualität herstellen kann, sondern auch etwa viermal schneller ist als das Vorgängermodell. Kurz zuvor war schon 3D Lightyear angekündigt worden, eine neuentwickelte Steuersoftware für die verschiedenen SLA-Baureihen von 3D Systems. 3D Lightyear läuft unter Windows NT und zeichnet sich besonders durch eine benutzerfreundliche Oberfläche und die stark verbesserte Leistung aus.
Anwendungen
Modelle, die nicht nur auf dem Bildschirm existieren, sondern wirklich in die Hand genommen werden können, haben einige entscheidende Vorteile. Entwürfe können besser bewertet und Fehler leichter entdeckt werden.
Sobald ein Konstrukteur mit dem Enwurf eines mechanischen Teiles in seinem CAD-Programm fertig ist, kann er über das normale Büro-Netzwerk seine Daten an den ThermoJet schicken. Nach wenigen Stunden hat der ThermoJet dann ein Kunststoff-Modell gebaut, das der Konstrukteur buchstäblich in die Hand nehmen und auf Verbesserungsmöglichkeiten untersuchen kann - eine echte Arbeitserleichterung, denn komplexe CAD-Zeichnungen sind am Bildschirm nur sehr schwer zu interpretieren. Die Modelle können auch zusammen mit ausgesuchten Kunden begutachtet werden, um erste Rückmeldungen zu bekommen, oder sie können zum Beispiel als Grundlage für erste Marketing-Tests oder ein Verpackungs-Design dienen.
Der ThermoJet kann in vielen Bereichen und Branchen mit Gewinn eingesetzt werden. Hersteller von Kommunikations-elektronik können das Design für neue Mobiltelephone oder Pager testen, und ein Sportgerätehersteller kann Modelle für eine neue Serie von Golfschlägern herstellen. Bildhauer möchten vielleicht eine verkleinerte Fassung einer Skulptur haben, und ein Zahnarzt kann seinen Patienten schon vor der Behandlung ihr neues Lächeln vorführen.
ThermoJet-Dateien können prinzipiell über jedes Netzwerk weitergeleitet werden, also auch über das Internet. Das Faszinierende daran ist, daß der ThermoJet damit als eine Art "3D Faxgerät" benutzt werden kann: Die Daten werden in wenigen Augenblicken an einen beliebigen Punkt auf der Erde übertragen, und dort entsteht in ein paar Stunden ein dreidimensionales Modell. Die Vorteile bei der Abstimmung multinationaler Projekte liegen auf der Hand.
"Hier geht es nicht mehr um ,Virtual Reality' - der ThermoJet schafft greifbare Realität", begeistert sich Dr. Balanson. "Und für die Zukunft zeichnet sich noch eine ganze Reihe faszinierender neuer Möglichkeiten ab."
Verfügbarkeit
Der ThermoJet ist im Augenblick schon in kleinen Stückzahlen verfügbar, im April wird die Produktion in großem Maßstab anlaufen. Auf der National Design Engineering Show in Chicago (15.-18. März) und der CeBIT in Hannover (18.-24. März) wird der ThermoJet erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.
Das Unternehmen 3D Systems
Mit Solid Imaging Systemen und Dienstleistungen von 3D Systems können Anwender in kürzester Zeit aus dreidimensionalen Entwürfen fertige Modelle erhalten. Die Kosten-ersparnis und die bessere Qualität der Modelle bringen deutliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Methoden. Das patentierte Stereolithographie-Verfahren und die 3D Technologien von 3D Systems erzeugen dreidimensionale Objekte direkt aus digitalen Daten. Dadurch wird die Markteinführung neuer Produkte entscheidend beschleunigt und die Kosten drastisch reduziert.
3D Systems wurde 1986 gegründet und ist als Pionier und Marktführer bei Solid Imaging Systemen in über 35 Ländern mit weit über 1.000 Installationen vertreten.
Kontakt:
Aurora Lopes
3D Systems GmbH
Röntgenstr. 41
64291 Darmstadt
| Telefon: |
06151 - 357301
|
| Fax: |
06151 - 357333
|
|
Pressekontakt:
Gabriele Hartmann
Hering Schuppener GCI
Berliner Str. 60
60311 Frankfurt
| Telefon: |
069 - 92187427
|
| Fax: |
069 - 92187410
|
|
|